Folge 95: Ein Haus für alle - Die Begegnungsstätte in der Ostlandstraße 25
Shownotes
In dieser Folge von "Unser Schwanewede" widmen wir uns einem Ort, der seit Jahrzehnten das soziale, kulturelle und generationenübergreifende Leben unserer Gemeinde prägt: der Begegnungsstätte in der Ostlandstraße. Hier kommen Menschen zusammen, die etwas bewegen wollen – ob im Repair‑Café, in Initiativen, Kursen, Projekten oder im offenen Austausch.
Gemeinsam mit Bürgermeisterin Christina Jantz‑Herrmann, Einrichtungsleiter Jürgen Stegmann und Jürgen Heß aus dem Jugendzentrum sprechen wir darüber, was diesen Ort so besonders macht. Es geht um die Geschichte und Entwicklung der Einrichtung, um die Vielfalt der Gruppen, die hier ein Zuhause gefunden haben, und um die Frage, wie ein Haus wie dieses Gemeinschaft stärkt – gerade in Zeiten, in denen Begegnung nicht selbstverständlich ist.
Jürgen Stegmann gibt Einblicke in die tägliche Arbeit und die Herausforderungen, die ein so lebendiger Ort mit sich bringt. Jürgen Heß schildert, wie Jugendliche das Haus nutzen, welche Angebote sie besonders ansprechen und warum das Jugendzentrum ein unverzichtbarer Teil der Begegnungsstätte ist. Und Christina Jantz‑Herrmann ordnet ein, welche Bedeutung die Einrichtung für die Gemeinde hat und wie sie politisch begleitet wird.
Eine Folge über Engagement, Zusammenhalt und die Kraft eines Hauses, das seit Jahrzehnten Menschen verbindet.
Transkript anzeigen
00:00:02: Der wöchentliche Podcast aus dem Rathaus am Damm.
00:00:09: Mit Menschen, Ihren Ideen, Plänen, Erfahrungen und Erinnerung mit Lars Kurs.
00:00:22: Moin und willkommen!
00:00:23: Heute nehmen wir Sie mit an einen Ort der für viele Menschen in unserer Gemeinde mehr ist als nur ein Gebäude Ein Haus, in dem Ideen wachsen In dem Generationen sich begegnen, in dem Initiativen entstehen und indem man spürt wie lebendig Schwanne wieder eigentlich ist.
00:00:41: Vielleicht waren sie selbst schon einmal dort beim Repair Café bei einer Veranstaltung in einem Kurs.
00:00:46: Die Begegnungstätte in der Ostlandstraße ist so ein Ort, der sich ständig weiterentwickelt Und gleichzeitig seit vierzig Jahren ein verlässlicher Anker für Gemeinschaft Kultur und Engagement.
00:00:59: Doch was macht dieses Haus aus?
00:01:01: Welche Menschen prägen es und warum ist es für Schwane Wiede so wichtig, dass es genau diesen Ort gibt.
00:01:09: Darüber sprechen wir heute in unserer Schwane Wede und beginnen mit einer die das Haus nicht nur politisch begleitet sondern persönlich auch gut kennt!
00:01:17: Bürgermeisterin Christina Jans Hermann stellt uns die Begegnungsstätte in der Ostlandstraße.
00:01:23: Es ist
00:01:24: eigentlich eher ein sich einfügender, schlichter längerer Bungalobau wenn man das so sagen möchte.
00:01:33: Der liegt links neben der Heideschule direkt auch am Zugang zum Sportplatz FC Hansa und wenn man reinkörbend hat man erst mal einen weitest, ich will gar nicht sagen weitest vor je.
00:01:45: Aber man fühlt sich eingeladen weil von da aus gehen wirklich die unterschiedlichen Räumlichkeiten ab.
00:01:50: einmal ein Saal den man auch unterschiedlich groß gestalten kann eine Küche die Büros der Hort und so weiter.
00:01:58: also man hat da erst mal schönes Entree und man hat auch direkt einmal den Gang runter in den Keller wo dann auch viele Angebote noch der Jugendarbeit oder auch das Horts
00:02:09: mit stattfinden können Von Anfang an.
00:02:14: dabei ist Jürgen Stegmann.
00:02:16: Er steht an der Spitze der Begegnungsstätte, Leiter und Vorstandsmitglied des Trägervereins-Begegnungsstädte EV.
00:02:23: Er verantwortet also das gesamte Haus, Kultur-, Kurse-, Vermietungen, Jugendangebote, Hort-, Kreativbereiche ... Und erinnert sich noch sehr gut an die Anfänge in den Jüngen.
00:02:36: Ich war damals auch noch sehr stark in der Jugendarbeit engagierend.
00:02:39: Es gab da viele problematische Jugendliche, der Dreinkampf.
00:02:43: Die Blocke da, die damals schon problematisch Familien wieder gewohnt haben und die Jugendlichen kamen zu uns und mit den Jugendlichen damals umzugehen war so ein hartes Brot, harte Arbeit.
00:02:55: von diesen Jugendlichen ist es uns gelungen viel auf die positive Seite zu ziehen.
00:03:01: zum Teil haben wir mit meinem Bein schon im Knast gestanden.
00:03:04: Durch unsere Arbeit will ich mir ein, es ist uns gelungen größeren Teil ins bürgerliche Leben zu bringen.
00:03:10: Und einen Teil hat das leider nicht geschafft, die haben angefangen zu kiffen damals war auch Schnüffeln ganz groß und haben sich da auf diese andere Weise schon ins Grab geschaffen.
00:03:20: also von daher haben wir ja auch einen Mehrwert für die Gesellschaft und insbesondere auch für die Gemeinde erbracht.
00:03:26: und dass Unser Jugendzentrum ist nicht für familiäre Familien, wo die Kinder schon fünf Freizeitmöglichkeiten in der Woche haben.
00:03:37: Sondern es sind für Familien, die nicht so gut gestellt sind und die trotzdem einen zu Hause brauchen.
00:03:46: Und ein positiven Antrieb von uns.
00:03:48: Heute kann Jürgen Hess gut beantworten.
00:03:52: Er ist seit achtzehn Jahren als fester Mitarbeiter fürs Jugendzentrumakt.
00:03:56: Es ist nicht so einfach, die zum aktiven Gestalten zu bringen.
00:04:00: Das muss man schon teilweise sagen aber es ist nicht hoffnungslos.
00:04:03: Es ist auf jeden Fall so dass man viel auf die Beine stellen kann auch mit ihnen zusammen und vielleicht muss man erst mal ein bisschen den ersten Anstoß geben und wenn das gelungen ist dann klappt das eigentlich auch in der Regel.
00:04:15: Wie gelingt Ihnen das?
00:04:16: Man muss mit ihnen zusammen überlegen, was man auf die Beine stellen will.
00:04:20: Es nützt meist nichts, immer nur Dinge vorzugeben, sondern einfach zusammen zu überlegen.
00:04:25: Was kann man auf beine stellen und da einfach zu schauen?
00:04:29: Wo sind sie vielleicht motiviert dann?
00:04:31: Eine Motivation des Gebäudes ist für einige bereits die Tatsache, dass es hier kostenloses WLAN gibt.
00:04:38: Richtig, haben wir auch lange nicht gehabt.
00:04:41: Wir haben immer gedacht ach das ist vielleicht gar nicht so schön irgendwie.
00:04:44: dann sitzen doch nachher irgendwie alle nur vom Handy und eigentlich wollen wir so ein Miteinander haben in unseren Räumlichkeiten.
00:04:51: aber es kam tatsächlich irgendwann der Zeitpunkt wo man einfach nicht mehr dran vorbeikam und es einfach auch gefordert wurde ja Jugendlichen natürlich dann auch fast alle dann Smartphone hatten Und das natürlich dann auch nutzen wollten.
00:05:04: und ich sage mal, bevor sie dann irgendwo anders überall das nutzen können.
00:05:07: Nur bei uns nicht.
00:05:09: Das würde ja eben auch keinen Sinn machen.
00:05:10: Deswegen hat sich da natürlich einiges geändert und auch was so die digitalen Angebote angeht und auch mit Spielekonsolen
00:05:18: etc.,
00:05:19: was damals sicherlich noch nicht so gewesen ist.
00:05:21: Das ist natürlich heute alles gefragter.
00:05:23: Ich möchte nochmal allgemeiner zu sagen wir haben früher also auch viele Gruppenangebote gehabt wie Fulolabor und solche Geschichten.
00:05:31: Aber heutzutage, die Jugendlichen, die zu uns kommen, die kommen zu uns, weil sie ihre Freizeit da verbringen wollen.
00:05:37: Das kann man nicht für alle sagen aber für einen größeren Teil, die wollen nicht angestrengt sein.
00:05:42: Die holen sich in die Sessel oder aufs Surfer und gucken auf ihr Handy und fahren wir damit herum.
00:05:48: Und wenn man denen kommt und sagt, lass doch mal ein bisschen Fußball spielen also so sagen ... Fußball spielen?
00:05:53: Ich möchte ja ein bisschen meine Ruhe haben!
00:05:56: Ich sage mal, die Jugendlichen von denen ich vorhin gesprochen habe waren stressig und haben Probleme gemacht.
00:06:04: Aber die heute, die jedenfalls zu uns kommen, sind da sehr relaxed und entspannt.
00:06:11: Es ist oft so, wenn man sie anspricht einfach sagen, lass mir doch lieber in Ruhe.
00:06:15: Wenn wir eine Freizeit hier verbringen.
00:06:17: Das denke ich auch, es ist einfach... so dass man eben schauen muss, wo sind vielleicht auch Interessen.
00:06:22: Also ich kann sagen natürlich gibt es auch diejenigen klar, die wirklich mehr oder weniger Irroruhe haben wollen.
00:06:29: das stimmt schon.
00:06:29: aber es ist nicht so, dass jetzt alle irgendwie nicht willens sind irgendwas zu unternehmen.
00:06:36: was man eben feststellen muss ist was schwierig ist tatsächlich so regelmäßige Dinge die dann jede Woche stattfinden zu einem festen Termin Oder Dinge, wo man sich fest für anmelden muss.
00:06:46: Wo man sich vorher festlegen soll.
00:06:48: Das ist immer das Problem.
00:06:51: Am besten laufen die Dinge, die ohne Anmeldung sind und spontan
00:06:56: entstehen.
00:07:04: Das Jugendzentrum ist ein sozialer Treff.
00:07:07: Stehen Freundschaften?
00:07:08: Klicken?
00:07:09: Manche gemeinsame Projekte oder auch Gaming-Teams.
00:07:13: Datgerät
00:07:13: haben wir.
00:07:14: Wir haben einen Bildertisch, eine Tischtennisplatte ... Es gibt diverse Möglichkeiten, auch ein Tischkicker.
00:07:22: Darüber hinaus bieten wir die Möglichkeit an kleine Snacks bei uns zu erwerben.
00:07:27: Wir haben einen Pommes- und Nuggetsverkauf.
00:07:30: Und es gibt Getränke.
00:07:32: Das ist also gerade unseren Stammbesuchern total wichtig und gehört immer für viele zu einem Besuch dazu.
00:07:39: Bezüglich der Snacks will ich mal sagen ... Kinder der Jugendlichen, die zu Hause nicht regelmäßig etwas zu essen kriegen.
00:07:50: Die auch nicht das zu Essen kriegen, was sie gerne essen.
00:07:54: Pommes und so ist natürlich sehr beliebt von den eigenen Kindern.
00:07:58: Das bringt es natürlich.
00:08:00: Und das zieht auch einig ins Haus.
00:08:02: Wir haben fünf Tage die Woche tatsächlich geöffnet.
00:08:05: Vom Montag bis Freitag immer ab vierzehn Uhr.
00:08:07: dreißig ist jemand da
00:08:09: genau.
00:08:09: Pedagogische Fachkräfte wie Jürgen Hess sind für viele jugendliche wichtige Bezugspersonen.
00:08:14: Sie hören zu, ohne zu bewerten und sind da.
00:08:18: Wenn jemand Unterstützung braucht auch bei Hausaufgaben das
00:08:21: ist überhaupt gar kein Problem dass es dann eben muss man eben absprechen wie man das dann zeitlich machen kann.
00:08:27: aber grundsätzlich besteht da immer die Möglichkeit genauso wie wir auf oder ich ihm auch zur verfügung stehe.
00:08:34: wenn es Probleme gibt oder Sorgen gibt und man vielleicht einfach mal jemanden braucht um zu sprechen eine neutrale person dann gibt's die möglichkeit natürlich auch
00:09:03: Alle Gruppen aus der Begegnungstätte beim Namen zu nennen.
00:09:06: Das ist selbst für Jürgen Stegmann nicht leicht!
00:09:28: Seniorenbeirat, mit der Avon.
00:09:30: Mit Yoga, mit Ski-Gung, mit Skat ... mit Windwatchers.
00:09:35: Blutspendetermine
00:09:36: des DHK sind auch mal eine feste Einrichtung bei euch?
00:09:39: Ja.
00:09:41: Lesungen, SOVD ist ganz vielschichtig!
00:09:44: Da wird ja auch der Name Begegnungsstätte gelebt.
00:09:49: Begegnet man sich einfach über die Generationen weg und auch über die verschiedenen Interessen hinweg?
00:09:54: Ich möchte nochmal ergänzen, also die Begehungsstätte heißt Begehungsschette.
00:09:58: Und da gibt es noch ein Untertitel für junge und Alte.
00:10:00: Also das war im Begründungsprotokoll sozusagen verankert als wir einen Hort in die Begehnungsstelle bringen wollten.
00:10:08: Das war Anfang der Neunziger.
00:10:11: Nein, das war das Gespräch auf ein separatistisch Hortgebäude geboten wird für die Gemeinde.
00:10:16: Da habe ich von vornherein gesagt, das kostet eine Menge Geld.
00:10:19: Das ist nicht gut wenn die Kinder alleine aufwachsen und die Älteren alleine aufwachszen sondern es ist gut, wenn sie sich begehen.
00:10:26: Es gab auch interessante Gespräche dazu.
00:10:30: also als geil noch ein Unwort war, saßen die Kittys draußen auf der Bank und haben dann älterendamen gesagt hey Omi du hast aber ein geiles Kleid an.
00:10:40: da brachen natürlich für die ältern Damen die Welt zusammen ... musste dann mal eine Kuratoriumsitzung stattfinden über Jugendsprache.
00:10:50: Und die Eltern dann damit aufgeklärt wurden, dass Geil eigentlich ein positiver Ausdruck gewesen ist.
00:10:58: Das sind so ganz witzige Sachen, die man mit erleben
00:11:01: kann.".
00:11:13: Über die Jahrzehnte ist die Begegnungsstätte links zu einer Institution geworden, die für viele Menschen eine große Bedeutung genießt.
00:11:20: Auch wenn die Gemeinde nicht der Träger der Begegnungsstätte ist, so unterstützt sie jedoch die Aktivitäten und somit den laufenden Betrieb in einem erheblichen Umfang.
00:11:31: Darüber wird regelmäßig nur mein Rad neu diskutiert.
00:11:34: Dem Gremium ist die Finanzierung aus Sicht von Christina Jans Hermann jedoch wichtig.
00:11:39: Weil ich
00:11:39: glaube, dass der Gemeinderat zumindest in großen Teilen oder die Fraktion, die dann auch einen solchen Haushalt mit beschließen und die schon sehen, dass es die Arbeit in einer Begegnungsstätte gibt, das sie wichtig ist.
00:11:51: Und dass die wichtig für Schwanne Wede ist und dass sie auch wichtig für unsere Bürgerinnen und Bürger sowohl auch für Kinder im Hort als auch für Jugendlichen mit den ganzen Freizeit angeboten und Betreuungsangeboten wichtig ist aber die Kultur vor Ort wichtig ist.
00:12:05: Es gibt auch immer wieder schöne Ausstellungen in der Begegnungsstätte, es sind Räumlichkeiten, die von vielen Vereinen und Verbänden genutzt werden können.
00:12:14: also von daher glaube ich schon dass es eine große Mehrheit im Rat gibt, die genau dieses Engagement sieht unterstützt und dann noch über ihre Haushaltsbeschlussfassung somit absichert.
00:12:23: Und wenn wir in die Zukunft der Begoegnungsstädte schauen?
00:12:26: Also sicherlich wird irgendwann die bauliche Hülle ein Thema sein das wir da sicherlich gucken müssen muss es was saniert dass das Haus als solches gut aufgestellt ist.
00:12:38: Inhaltlich würde ich mir wünschen, dass es weiterhin ein Haus der Begegnung ist, wo ganz viele Gruppen ihre Heimat haben und man sich entwickeln kann.
00:12:49: Ein Haus für Schwanne Weder, ein Haus zur Begegnung.
00:12:52: Vielen Dank.
00:12:56: Damit genug für heute.
00:12:58: Beim nächsten Mal geht's um die erste Versorgung auf dem Land, insbesondere hier bei uns in der Gemeinde Schwanewede.
00:13:03: Die stuft die Bürgermeisterin so ein...
00:13:06: Als grundsätzlich gut.
00:13:07: Allerdings haben wir auch an der einen oder anderen Stelle noch einen Bedarf den wir natürlich gerne auch geschlossen wissen würden.
00:13:13: Beispielsweise wäre glaube ich es ziemlich gut wenn wir noch eine Augenarztpraxis bei uns im Gemeinde haben Und auch, was ich immer wieder höre, wird sich gewünscht.
00:13:24: Gerade aus der Ortschaft Neuen Kirchen dort noch mal eine Hausarztpraxis
00:13:27: anzusiedeln.".
00:13:28: Doch
00:13:28: wie realistisch ist ein solcher Wunsch?
00:13:31: Wer entscheidet eigentlich darüber?
00:13:33: Wie kann das Land vielleicht auch unterstützen?
00:13:36: Das wird uns Oliver Lottke erzählen, man isst Landtagsabgeordnete und gleichzeitig Vorsitzender des Ausschusses für Soziales Gesundheit und Gleichstellung.
00:13:45: Er erklärt, welche Maßnahmen Niedersachsen derzeit verfolgt.
00:13:49: Wo es Fortschritte gibt und wo's noch klemmt?
00:13:52: Ich bin schon gespannt!
00:13:54: Bis dahin uns ein eine gute Zeit.
00:13:56: ich bin Lars Kurs.
00:14:05: Das war der Podcast unserer Schwane biede.
00:14:08: Jeden Freitag neu!
00:14:09: Anbesten gleich kostenlos abonnieren und keine neue Folge
00:14:14: mehr verpassen.
00:14:17: Bis nächsten Freitage also wir und uns.
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