Folge 103: Konvoi der Hoffnung - Die Ukraine‑Mission von OHZ hilft e.V.
Shownotes
In dieser Folge von UNSER SCHWANEWEDE geht es um ein Engagement, das weit über die Grenzen unserer Gemeinde hinausreicht. Zu Gast ist Peter Göbel, Gründer des gemeinnützigen Vereins OHZ hilft e.V. aus Osterholz‑Scharmbeck. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges organisiert er Hilfstransporte in die Ukraine – mit eigenen Lkw, eigenen Fahrern und einer beeindruckenden Entschlossenheit, Menschen in größter Not beizustehen. Die Fahrten führen bis in die Ostukraine, in Regionen, die immer wieder unter Beschuss stehen. Mehrfach geriet auch sein Konvoi in gefährliche Situationen.
Kurz vor seiner erneuten Abfahrt ins Kriegsgebiet hat sich Peter Göbel die Zeit genommen, im Podcast vorbeizuschauen. Er berichtet von den Herausforderungen der Transporte, von den Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, und von den Momenten, die ihn antreiben, immer wieder loszufahren.
Bürgermeisterin Christina Jantz‑Herrmann würdigt in dieser Folge das außergewöhnliche Engagement des Vereins und spricht allen Fahrerinnen und Fahrern ihren Respekt aus – besonders aber Peter Göbel, der mit unermüdlicher Energie und großem Mut dafür sorgt, dass Spenden aus unserer Region dort ankommen, wo sie dringend gebraucht werden.
Eine Folge über Menschlichkeit, Verantwortung und die Kraft des Ehrenamts – mitten aus unserer Region und doch mit direktem Blick in ein Kriegsgebiet.
Transkript anzeigen
00:00:02: Unser Schwaneweide, der wöchentliche Podcast aus dem Rathaus am Damm.
00:00:09: Mit Menschen, ihren Ideen, Plänen, Erfahrungen und Erinnerung mit Lars Kurs.
00:00:35: Unser Gast ist Peter Göbel, Initiatur und erster Vorsitzende des Vereins UHZ Hilft aus Ostdeutschambik.
00:00:42: Seit Beginn des russischen Angriffskrieges organisiert er Hilfstransporte in die Ukraine – und das inzwischen sogar mit eigenen LKW, eigenen Fahrern und einer wahrlich beeindruckenden Konsequenz.
00:00:54: Seine Touren führen genau dorthin wo die Not am größten ist… bis an die Front!
00:00:59: Wenn diese Folge «Einhundert Drei» erscheint befindet sich Peter Göbel gerade irgendwo auf der langen Strecke in die Ukraine.
00:01:07: Kurz vor seiner erneuten Abfahrt ins Kriegsgebiet hat sich Peter Göbel die Zeit genommen bei uns vorbei zu schauen und über seine Arbeit, seine Motivation und die Realität vor Ort
00:01:18: zu sprechen.
00:01:19: Ich glaube dass jeder an seiner Stelle kämpfen muss im Leben.
00:01:22: ich bekomme sehr viel Komplimente sehr viel Lob bei mir in der Spendenannahme beispielsweise von Menschen die sagen Mensch super was du machst hast oder rüberfährst das du dich überhaupt traust Das zu tun, wo ich sage hey wenn ich die Spender nicht hätte egal ob finanziell oder mit Sachspenden dann könnte ich gar nicht helfen.
00:01:40: Das heißt jeder an seiner Stelle.
00:01:41: ich habe größten Respekt vor Menschen und das ist nur mal der überwiegende Teil die berechtigterweise sagen ich habe Angst ins Kriegsgebiet zu fahren.
00:01:50: Ich hab diese Angst nicht, ich habe Respekt aber letztlich muss es jemand tun.
00:01:54: Und da siehst du nicht tun Herr Kurs mache ich das
00:01:56: Klare Einstellung klare Worte Schweinwedes Bürgermeisterin Christina Jans Hermann beeindruckt ... Die
00:02:02: Selbstverständlichkeit, mit der er das tut und die Selbstlosigkeit.
00:02:06: Ich habe eine Ader Menschen zu helfen!
00:02:08: Ich glaube es ist zurückzuführen auf meinen Vater, den mich geprägt hat und der gesagt hat Junge wenn du siehst dass ein Mensch schlechter geht als dir dann Hilf Und das ist mein Lebensmotto
00:02:18: geworden.
00:02:23: Peter Göbel, neunundfünfzehn Jahre alt aus dem Münsterland stammend verheiratet Vierfacher Familienvater.
00:02:30: Seit sieben lebt die Familie in Ostol-Shambek.
00:02:34: Von hier aus organisiert er etwas, das längst weit über unsere Region hinaus Bedeutung hat – den Verein OHZ hilft.
00:02:43: Ursprünglich entstand dieser aus der ehrenamtlichen Corona Einkaufshilfe OHZ.
00:02:48: Damals ging es darum Menschen im Alltag zu unterstützen als beim Einkaufen, beim Ausfüllen von Formularen bei Behördengängen oder einfach dort wo Hilfe gebraucht wurde.
00:02:58: Aus dieser Nachbarschaftshilfe entwickelte sich Schritt für Schritt ein breiter, aufgestellter Verein.
00:03:05: Mit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine hat sich der Fokus erweitert.
00:03:09: Heute organisiert OHZ-Hilft Hilfstransporte und bringt Spenden aus unserer Region direkt in die Ukraine.
00:03:18: Christian Jens Hermann verbindet mit OHZ hilft ...
00:03:21: Beispielosem Einsatz Hilfe für Menschen nahe am Menschen, von Menschen und insbesondere für die Ukraine.
00:03:30: Also ich bin da reingewachsen muss ich gestehen wenn ich mich zurück erinnere an meinen ersten Hilfstransport den ich persönlich durchgeführt habe.
00:03:37: das war im Januar drei um zwanzig nachdem ich in zweiundzwanzig erst mit Speditionen zusammen gearbeitet habe.
00:03:44: Da wusste ich auch nicht was auf mich zukommt Und Ich musste zusagen.
00:03:47: damals waren die bürokratischen Hürden noch sehr sehr gering.
00:03:51: Heute ist es tatsächlich so, dass man so ein Hilfstransport über Wochen vorbereiten muss.
00:03:57: Punkt eins klärt man was ist denn eigentlich notwendig vor Ort?
00:04:01: Das ist völlig dynamisch grundsätzlich anders von Hilfstransport zu Hilfstransport.
00:04:06: wir fahren jetzt Richtung Hakiv.
00:04:08: die haben vor drei Wochen siebentausendneuen neue Binnenflüchtlinge aufnehmen müssen und da stehen erstmal Dinge im Vordergrund wie Textilien Wie Haushaltswaren Geschier Töpfe Pfannen Weil diese Menschen wirklich nur um in der Plastiktüte mit den notwendigen Dokumenten dort ankommen, dann gibt es Zeiten mit vielen Verletzten.
00:04:27: Das sind dann gefordert medizinische Hilfsmittel, Rollstühle, Rollatoren und Unterarmgehstützen.
00:04:33: Dann gibt's Situationen das die Infrastruktur kollabiert ist Und plötzlich Lebensmittel fehlen Dass ich Lebensmittel rüber fahre Toilettenpapier usw.
00:04:43: Das ist so der erste Schritt dass man schaut was für ein Bedarf existiert eigentlich und dann beginnt die eigentliche Bürokratie.
00:04:50: Das heißt, das organisieren von Spenden.
00:04:52: vieles haben wir auf Lager Dann werden die Fahrzeuge beladen es werden Liefer-Scheine erstellt, Spendenangebote geschrieben Alles dreisprachig wohl bemerkt Deutsch, Polnisch und ukrainisch.
00:05:05: Deklarationen müssen erstellt werden Ausfuhrbegleitdokumente usw.
00:05:10: Es muss organisiert werden dass genügend Fahrzeugen da sind Weil ich grundsätzlich jedes Fahrzeug mit zwei Fahrern ausstattte, man weiß ja nie was passiert.
00:05:19: Es kann mal einer ganz profan krank werden und nicht mehr fahrtüchtig sein.
00:05:22: Da muss ein Ersatzfahrer da sein.
00:05:24: All diese Dinge bis hin zu Hotelübernachtungen die Fahrer müssen auch irgendwo schlafen.
00:05:29: das will alles organisiert werden.
00:05:34: Von Ust-Olschambeckit ist zunächst Richtung Süden.
00:05:37: Wobei an Hannover weiter auf der Zwei über Braunschweig und Magdeburg.
00:05:41: dann führt die Route östlich an Berlin vorbei hinein in jene langen Autobahnabschnitte, auf denen die Lkw stundenlang unterwegs sind bevor sie die polnische Grenze erreichen.
00:05:54: Frankfurt oder rüber nach Polen dann Richtung Warschau, Warschau dann südlich.
00:05:59: wir haben jetzt den grenzübergang Zosin.
00:06:01: das ist der Zosinos dilu der polnisch-ukrainischen grenz übergang.
00:06:05: es gibt aber auch Südruten.
00:06:07: da wiege ich dann in berlin abfahrt Dresden Leipzig vorbei und dann unten Wroclaw und Krakow bis Richtung Medika, das ist so ein zweiter Stammgrenzübergang.
00:06:18: Der Konvoi fährt in einem vom anhaltenden Krieg gezeichnetes Land die Ukraine.
00:06:23: Inzwischen ist es Routine aber ich kann mich lebhafter erinnern wie das bei den ersten Malen war als ich rüber gefahren bin Und ich muss sagen Ich habe mich ran getastet.
00:06:31: Ich habe Respekt vor Krieg.
00:06:33: Im Krieg schießen Menschen aufeinander und ich Als Familienvater vier Kinder verheiratete weiß schon dass sich Verantwortung trage und ich hänge auch an meinem Leben.
00:06:42: Deshalb habe ich mich daran getastet.
00:06:44: Ich bin erst mal nur in kleine Stückchen reingefahren, bis ich im dritten vierten Hilfstransport soweit war, dass ich gesagt habe okay wenn ich wirklich helfen will dann muss sich dahin wo es weh tut nämlich an die Front da wo die Menschen wirklich leiden.
00:06:58: und ja das Gefühl ist grundsätzlich... Ich will nicht sagen Angst aber größter Respekt vor dem was uns dort erwartet.
00:07:07: Wenn man über die Grenze fährt ändert sich das Bild komplett.
00:07:10: Man sieht es tatsächlich an der Landschaft, am Bild der Städte, die man durchfährt mit Zerstörung, mit Bombeneinschlägen, Drohneinschlägern.
00:07:19: Da ändert sich die Welt komplett am Grenzübergang.
00:07:21: Gibt es aus Ihrer Sicht oder einer Ihrer Wahrnehmung noch unzerstärkte Städter in der Ukraine?
00:07:28: Ja, die gibt es tatsächlich.
00:07:30: Ich kenne eine Stadt sehr gut.
00:07:31: Pervomaisk ist noch nie bombardiert worden.
00:07:34: Pervo Maisk ist ein relativ kleines Stadt mit sechzig-siebzig Tausend Einwohnern.
00:07:38: Da gab es mal in den ersten Kriegsmonaten einen Einschlag, ein paar Kilometer entfernt auf das Umspannungswerk Elektrowerk.
00:07:46: Das ist ja auch so eine perfide Geschichte dass dort Infrastruktur bombardiert wird.
00:07:51: aber die Stadt selbst ist tatsächlich so wie auch vorm Krieg abgesehen davon dass viele Menschen fehlen weil auch die Stadt hat Opfer zu tragen.
00:08:00: da sind viele junge Leute im Krieg an der Front wodurch in der Infrastruktur sehr viel zusammengebrochen
00:08:05: ist.
00:08:13: Der OHZ-Hilfkonvoi muss sich an viele Auflagen halten.
00:08:17: Schließlich herrscht Kriegsrecht.
00:08:24: Sie müssen runter von der Straße.
00:08:26: Das ist egal, ob sie humanitäre Arbeit leisten wie wir oder Urlaub machen in Anführungszeichen.
00:08:34: Und erst ab fünf Uhr darf man die Fahrzeuge wieder bewegen.
00:08:37: So was muss man einen Plan auf Hilfstransporten.
00:08:39: Das heißt, man muss schauen wo kann man denn wirklich plausibel bis zwanzig Uhr ankommen?
00:08:44: Und das ist halt Kiew von der Grenze.
00:08:46: da sind wir dann am späten Nachmittag wenn nichts dazwischen kommt und so werden müssen wir in Kiew übernachten.
00:08:52: Wenn Sie fragen wie dort gibt es Hotels.
00:08:54: die waren vielleicht vor Kriegszeit mal ausgebucht.
00:08:57: heute haben sie kein Problem ein Hotelzimmer zu bekommen und da buche ich dann Zimmer für meine Fahrer und wir übernachten dort.
00:09:04: Wie sind die Nächte?
00:09:05: Teilweise recht unruhig.
00:09:06: Ich habe am twentzwanzigsten Februar Geburtstag und tatsächlich hatte ich einen Hilfstransport in diesem Jahr im Februar über meinen Geburtstag hinweg.
00:09:15: Ich bin am einzwanziger Februar in Kiev angekommen, es war bitter kalt minus achtzehn Grad.
00:09:20: Strom war weitestgehend ausgefallen.
00:09:23: das heißt im Hotel hatten wir Temperaturen im Zimmer ich weiß es gar nicht gefühlt fünf sechs grad.
00:09:28: dann sagten meine Mitfahrer Mensch wir wissen du hast heute Nacht Geburtstage.
00:09:31: bis Mitternacht bleiben wir auf.
00:09:33: wir wollen dich gratulieren Und das haben die gemacht, hat mich sehr gerührt.
00:09:37: Wer mir dann aber auch gratulieren wollte mittels Feuerwerk... Das war offensichtlich der Kreml.
00:09:41: Nämlich Putin.
00:09:42: um halb zwei auf meinem Geburtstag ging ein Luftalarm und dann begann der Beschoss!
00:09:47: Und gruselig ist das falsche Wort.
00:09:50: Es ist wirklich furchteinflößend beängstigend unter Beschoss zu gaten was mehrfach passiert ist Aber für mich prägnant.
00:09:57: auf meinem Geburtsstag dann auch.
00:09:59: Was bedeutet das?
00:09:59: Aus dem Zimmer so schnell wie möglich rauszulegen einen Keller
00:10:02: oder...?
00:10:03: Ja, dieses Hotel das ich buche hat tatsächlich ein Luftschutzraum.
00:10:06: Den ich aber gesehen habe, aber ansonsten nicht betrete.
00:10:10: Es gibt vereinzelt Fahrer die gehen dann rein in diesen Luftschurzraum.
00:10:13: Ich mache das nicht weil ich eine fürchterlich Angst davor habe unter irgendwelchen Trümmern verschüttet zu werden.
00:10:18: Ich stelle mich dann vor das Hotel.
00:10:19: ich muss gestehen ich bin Raucher und ich rauchte eine Zigarette Und Bete!
00:10:24: Ich hoffe dass es uns da nicht
00:10:25: erwischt.
00:10:26: Wie nah ist Ihnen schon mal ein solcher Einschlag gekommen?
00:10:34: In Metern?
00:10:52: Er
00:10:52: liebt es und Bilder, Geräusche und Gerüche die das hier abspeicherte.
00:10:56: Die ist einmal verarbeitet werden müssen von jedem der mit dabei ist ganz individuell im eigenen Tempo.
00:11:03: Ich
00:11:03: habe tatsächlich für mich und meine Fahrer einen ehrenamtlichen Seelsorger, der bei Bedarf einspringt.
00:11:09: ich hab da ein ganz schlimmes Erlebnis gehabt mit einem Fahrer wobei ich muss mal vorschalten wenn sich Menschen melden die für mich fahren wollen mit denen führe ich erstmal sehr intensive Gespräche Bereite die darauf vor, was sie möglicherweise dort vor Ort erleben werden und versuche für mich auch zu eruieren halten die das aus.
00:11:30: Nun bin ich kein Experte Ich bin kein Psychologe Und ich glaube unter dem Strich weiß man es auch erst wenn man es erlebt wie man damit umgeht und ich habe tatsächlich im Jahr twenty dreiundzwanzig Im Sommer ein Fahrer dabei gehabt der anschließend psychisch Tja ich will nicht sagen kollabiert ist aber der bis heute in Behandlung ist.
00:11:48: Das macht etwas mit einem.
00:11:49: Die Angriffe kommen unvermittelt zu jeder Tages- und Nachtzeit.
00:11:53: Also nicht lange überlegen für Peter Göbel und die anderen Konvoi Fahrer aus dem Kreis Ostolz, es wird eine Zwangspause eingelegt.
00:12:00: Teilweise
00:12:01: sind es Zwangspausen.
00:12:02: wenn sie Richtung Hake fahren und es geht Luftalarm geraten unter Beschuss dann wird GPS abgeschaltet weil einige Drohnen mit GPS gesteuert werden.
00:12:12: das hat für uns zur Konsequenz unser Navi funktioniert nicht mehr und bevor sich da irgendwo im Kriegsgebiet in Angriff verfahren Möglicherweise Richtung Frontsteuern, die ja gar nicht weit entfernt ist, stellt man die Fahrzeuge ab.
00:12:26: Verlässt dann das Fahrzeug stern.
00:12:27: für mich?
00:12:29: Das heißt um das Risiko möglichst gering zu halten, halten wir uns nicht als Gruppe irgendwo in einem Dickicht auf und verteilen uns wirklich mit mehreren hundert Metern Abstand bis der Angriff zu Ende
00:12:39: ist.
00:12:42: Peter Göbel ist dabei.
00:12:43: Immer wieder geraten die Lkw unter Beschuss.
00:12:46: Mehr als einmal geriet aus sein konväumgefährliche Situationen.
00:12:50: Und trotzdem fehlt er weiter!
00:12:53: Weil er weiß, dass seine Hilfe ankommt.
00:12:55: Weil er weiss, dass Menschen auf ihn warten und wegschauen für ihn keine Option
00:13:00: ist.".
00:13:00: Also ich glaube es gibt kaum einen Menschen der mich so gut kennt wie meine Frau.
00:13:03: Sie kennt meine Treiber.
00:13:05: Ich glaube auch das sie mich liebt.
00:13:07: Ich liebe sie sehr und sie hatte mir mal gesagt, ich fühle mich wie eine Soldatenbaut.
00:13:11: Ich weiß nie ob mein Mann zurückkommt aber sie weiß es ist meine Passion, Menschen zu helfen Und deshalb trägt sie das mit.
00:13:18: Nicht nur meine Frau, auch meine vier Kinder, wofür ich zutiefst dankbar bin, denn wenn es nicht so wäre könnte ich das was ich tue gar nicht leisten.
00:13:38: Ich wäre gerne Millionär und würde aus eigener Tasche alles finanzieren und den Menschen dort helfen die wirklich unsagbar leiden?
00:13:46: Bin ich leider nicht!
00:13:47: Deshalb bin ich auf Spenden angewiesen und das bezieht sich sowohl auf Sachspenden aber insbesondere auch auf Geldspenden.
00:13:55: Hintergrund ist der und das sage ich auch ganz gerne mal in der Spendenannahme zu dem einen oder anderen Spender.
00:14:00: Vielen Danke für die Spende, aber wie kriegen wir sie jetzt rüber?
00:14:03: Und dann sehe ich fragende Gesichter und sag' ich Mensch wäre schön wenn Sie uns mit ein paar Euro unterstützen würden denn die Fahrten in die Ukraine je nachdem wohin wir fahren so ein Hilfstransport kostet schnell mal zweieinhalb bis dreitausend Euro.
00:14:16: Das sind Maut, das sind Dieselkosten, dass sind Hotelkosten.
00:14:19: Wir müssen irgendwo schlafen!
00:14:21: Das is schon gewaltig Versiegt, dann versiegen unsere Hilfstransporte.
00:14:27: Die Bankverbindung zum Spendenkonto von OHZ hilft, ist auf der Homepage des Vereins zu finden und erlinkt dazu – der steht in den Shownauts dieser Folge von Unser Schweinevide.
00:14:37: Beim Spendensammeln erhält OHZ Hilfe auch Unterstützung aus Schweinevede, Christina Janshermann.
00:14:43: Beispielsweise
00:14:44: über die Schülervertretung einer Waldschule die regelmäßig sammeln für dann die Transporte in die Ukraine hinein mit ganz unterschiedlichen Hilfsmaterialien, nenne ich es jetzt mal.
00:14:58: Also von Alltagsgegenständen wie kleinen Fahrrädern bis über Schuhe.
00:15:04: und was einen da natürlich auch betroffen macht ist wenn man dann auf Verbandsmaterial und solche Dinge sieht, die dann auch mit in die Ukraine gebracht werden oder wer bei uns auch immer eine Bank ist und viele Projekte unterstützt.
00:15:18: Und natürlich damit dann auch Osterholz-Hilft unterstützt, das sind die ökumenische Initiative.
00:15:24: Das sind die Fahrtfinder mit der Alpapiersammlung und dem Bücherbasar.
00:15:29: Wir veröffentlichen immer eine sogenannte Bedarfsliste, die in regelmäßigen Abständen aktualisiert wird.
00:15:35: Das hängt davon ab – wir liefern im Schwerpunkt nach Hakev und Mikolayev was dort vor Ort gerade knapp ist, was gerade gebraucht wird Und dann wird diese Liste entsprechend angepasst.
00:15:45: Wir sind bei Facebook, wir sind bei Insta... ...wir haben eine Homepage, dort überall ist diese Bedarfsliste
00:15:51: veröffentlicht.".
00:15:52: Und
00:15:52: wenn Peter Göbel so sagt er von sich selbst etwas gelernt hätte?
00:15:56: Dann ist es
00:15:57: demut.
00:15:58: Das kann ich nicht anders sagen!
00:16:00: Wir haben hier vor Ort Probleme weiß Gott wie.
00:16:02: ich will das auch nicht schönreden.
00:16:03: Es gibt hier arme Menschen, es gibt Menschen mit Problemen gesundheitlicher Natur
00:16:08: etc.,
00:16:09: aber wir sind in der deutschen Gesellschaft geneigt die Dinge nicht selten zu dramatisieren.
00:16:15: Und ich bin der Meinung und das habe ich gelernt, man muss demütiger werden.
00:16:19: Man muss demültig sein.
00:16:21: obdessen was wir hier vor Ort haben uns geht es richtig gut.
00:16:24: Die Probleme, die wir haben sind in aller Regel Luxusprobleme.
00:16:27: Das
00:16:27: auszuhalten auch tatsächlich.
00:16:31: Den Unterschied vielleicht ich sage jetzt mal zwischen den Welten auch immer wieder erleben zu müssen Auch damit leben zu müssen zu sehen, wie gut es uns hier geht.
00:16:41: Dass wir in Frieden leben, dass wir in der Regel alle unser Essen haben, alle unsere Grundausstattung haben und so weiter.
00:16:49: Und dann aber in ein Gebiet zu fahren Menschen zusehen denen alles genommen
00:16:53: wurde
00:16:53: und teilen oder ja teilweise auch ihre Gesundheit und ihr Leben und das auszuhalten.
00:16:59: also dem Zollich wirklich
00:17:01: Respekt.
00:17:01: Ich habe als ich zum ersten Mal Spenden verteilt habe Das war in der Nähe von Mikolajev eine Erlebnis gehabt dass ich in eine Gemeinde gefahren bin, kleine Gemeinde.
00:17:11: der Ortsvorsteher wusste da kommt ein Hilfstransport.
00:17:13: die Bürger waren informiert und dann sind wir dahin gefahren mit den Transportern und haben unsere Fahrzeuge geöffnet und Tüten verteilt.
00:17:23: Das war ein überwiegend Lebensmittelwindeln für kleine Kinder usw.
00:17:28: Und dann drehen sie sich immer und die Ladefläche wird immer leerer.
00:17:31: und irgendwann stelle ich fest mit Blick auf die Ladafläche ist es kaum noch was da.
00:17:34: Ich schaue nach draußen und sehe, da sind immer noch Fünfzig Meter Menschen-Schlange vor dem Fahrzeug.
00:17:42: Das tat mir brutal weh zu sagen so jetzt ist nichts mehr da.
00:17:45: ich mach den Wagen zu kommt in vier Wochen wieder.
00:17:48: das sind die Dinge nicht aushalten muss und dass sind die dinge
00:17:51: die mich richtig wehtun.
00:17:56: Und die Zeit.
00:17:57: Peter Göbel Vor allem für den Mut und das unermüdliche Engagement was er und sein Team von OHZ hilft leisten das ist alles andere als selbstverständlich.
00:18:07: Es ist ein Zeichen gelebter Solidarität, das weit über unsere Region hinausstrahlt.
00:18:12: Herzlichen Dank auch an Bürgermeisterin Kristina Jans Hermann!
00:18:16: Damit genug für heute?
00:18:18: Am kommenden Freitag jährt sich der wöchentliche Start unserer Podcast-Reihe Unser Schweine Wedel zum zweiten Mal in der ersten Folge – die lief am Freitags den fünften Juli, der ging es ums Ferienprogramm, und nächsten Freitagen entsprechend ums Ferien-Programm ... ...
00:18:41: alles ist
00:18:41: schon doll.
00:18:42: Weil wir immer wunderbare Kinder dabei haben, wunderbare Betreuer und Vereine, Institutionen, die sich alle beteiligen.
00:18:49: Und dafür ein großes Dankeschön!
00:18:51: Aber wir haben wirklich auch neue Dinge dabei und wieder ganz tolle Dinge dabei.
00:18:56: Genau darüber reden wir.
00:18:58: Einen Programmpunkt, den pickten wir uns jetzt aber
00:19:00: raus.
00:19:01: Das THW Kinderfest, das ist jedes Jahr der Knaller.
00:19:05: Da dürfen die Piraten sein und mit Speedbooten über die Weser fahren.
00:19:10: Das ist ein riesiges Fest, das an diesem Wochenende
00:19:14: stattfindet!
00:19:16: Unser Weserstrand auf Herr Rehrsand.
00:19:18: Einfach vorbeikommen des Wetter könnte nicht schöner sein.
00:19:21: Die Frau, die wir hören konnten, ist übrigens Mabel Grammberg.
00:19:24: Sie ist Gemeinde Jugendpflegerin hier in Schweinewedel.
00:19:34: Sie hoffentlich auch, bis dahin uns eine gute Zeit.
00:19:38: Ich bin Lars Kurs.
00:19:54: Das war der Podcast unserer Schwane Biede.
00:19:57: Jeden Freitag neu!
00:19:59: An besten gleich kostenlos abonnieren und keine neue
00:20:03: Folge mehr verpassen.
00:20:07: Bis nächsten Freitags also.
00:20:10: Wir und uns.
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